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Brust OP & Brustimplantate / Injektionsinstrument

Instrument zur Injektion von Silikon-Prothesen Die Neuerung betrifft ein Instrument zur Injektion von Si- likon-Prothesen. Mamma-Prothesen, die im wesentlichen aus einem silikon-ummantelten Silikongel bestehen, sind bekannt. Bisher ist es üblich, diese MammaProthesen durch eine Inzision im MammaBereich zu implantieren.

Die dadurch verursachte Narbenbildunq wird häufig als störend empfunden. Ausserdem können Verschiebungen der implantierten Prothese auftreten. Der Neuerung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Instrument zur Verfügung zu stellen, mit welchem eine Silikon-Prothese in den Mamma-Bereich ohne störende Narbenbildung injiziert werden kann. Diese Aufgabe wird durch ein Instrument zur Injektion von Silikon-Prothesen gelöst, das neuerungsgemäss gekennzeichnet ist durch die Merkmale des Anspruches 1. Vorteilhafte Ausführungsformen der Neuerung sind in den Un- teransprüchen angegeben. Bei Verwendung des neuerungsgemässen Instrumentes wird eine kleine Inzision in der Achselhöhe vorgenommen, wo eine liar- benbildung nicht als störend empfunden wird. Durch diese Inzision wird ein Aufnahmeraum für die Silikon-Prothese im Mamma-Bereich unter dem Brustmuskel präpariert. Eine handelsübliche Silikon-Prothese geeigneter Grösse wird durch die Inzision in der Achselhöhle mittels des neuerungsgemässen Instrumentes in den präparierten Aufnahmeraum eingeführt. Die verformbare Silikon-Prothese wird ebenso wie die Innenwände des Zylinders und des Reduziertrichters mit einem Spezialöl gleitfähig gemacht. Die Prothese wird vom offenen proximalen Ende in den Zylinder eingeschoben. Anschliessend wird der Kolben in den Zylinder eingesetzt. Der zylindrische Endabschnitt des Reduziertrichters wird in die präparierte Inzision eingeschoben und durch Vorschieben des Kolbens wird die Prothese durch den Reduziertrichter in den präparierten Aufnahmeraum eingebracht.

Vorzugsweise ist der Reduziertrichter lösbar an dem Zylinder befestigt, so dass Reduziertrichter mit unterschiedlichem Durchmesser des Austrittsendes wahlweise verwendet werden können. Es haben sich Reduziertrichter mit Innendurchmessern des zylindrischen Austrittsendes von 17 und 20 mm bewährt. Um die Prothese zuverlässig in den zu dem Aufnahmeraum führenden präparierten Kanal einzuführen, weist der Reduziertrichter vorzugsweise an seinem Austrittsende einen zylindrischen Endabschnitt auf, dessen axiale Länge etwa 15 bis 25 mm beträgt. Dieser Zylindrische Endabschnitt wird in die axillare Inzision eingeschoben. Es ist zweckmässig, das proximale Ende des Kolbens mit einem Querschnitt auszubilden, der dem Innenquerschnitt des zylindrischen Endabschnittes des Reduziertrichters entspricht. An sich wird die Silikon-Prothese durch das Luftkissen, welches sich zwischen dem Kolben und der Prothese bildet, vollständig in die präparierte Inzision eingedrückt. Sollte in Ausnahmefällen das Ende der Prothese nicht vollständig aus dem Reduziertrichter hinausgedrückt werden, so kann der Kolben umgedreht werden, um die Prothese vollständig aus dem zylindrischen Endabschnitt des Reduziertrichters hinauszudrücken. Im folgenden wird die Neuerung anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert.

Die einzige Figur zeigt einen Axialschnitt durch das Instrument. Das Instrument besteht aus einem beiderends offenen geraden Zylinder 10 mit kreisförmigem Querschnitt. Der Zylinder 10 weist einen Innendurchmesser von ca. 40 bis 60 mm, vorzugsweise von 45 mm, auf. Die axiale Länge des Zylinders 10 beträgt ca. 150 mm. Mit diesen Abmessungen weist der Zylinder 10 ein Volumen auf, das für die Aufnahme der handelsübli- chen Silikon-Mamma-Prothesen geeignet ist. Auf das vordere distale Ende des Zylinders 10 ist ein Rendu- ziertrichter 12 aufgesetzt. Der Reduziertrichter 12 ist mit einem Innengewinde auf ein Aussengewinde des distalen Endes des Zylinders 10 aufgeschraubt, verengt sich trichterförmig und weist an seinem Austrittsende einen geradzylindrischen Endabschnitt 14 auf. Der Endabschnitt 14 hat eine axiale Länge von ca. 15 bis 25 mm, vorzugsweise von 17 mm. Es kommen je nach Grösse der Prothese wahlweise Reduziertrichter mit unterschiedlichen Innendurchmessern des zylindrischen Endabschnittes 14 zum Einsatz. Die Innendurchmesser können im Bereich von ca. 15 bis 25 mm variieren. Bewährt haben sich Innendurchmesser von 17 mm und 20 mm. In den Zylinder 10 wird ein Kolben 16 eingeschoben, der einen vorderen Kolbenabschnitt 18 aufweist, dessen Durchmesser dem Innendurchmesser des Zylinders 10 entspricht, so dass der Kolben mit diesem Kolbenabschnitt 18 abdichtend in dem Zylinder 10 verschiebbar ist. An seinem entgegengesetzten hinteren Ende weist der Kolben 16 einen Kolbenabschnitt 20 auf, dessen Durchmesser dem Innendurchmesser des zylindrischen Endabschnittes 14 des Reduziertrichters 12 entspricht. Wird der Kolben 16 gegenüber der in der Zeichnung dargestellten Anordnung umgedreht, so kann der Kolbenabschnitt 20 bis in den zylindrischen Endabschnitt 14 des Reduziertrichters 12 geschoben werden. Quelle: DE8618164 (U1) / FEHLING MEDIZINTECHNIK GMBH